Airboxen und Abluftboxen für Gastronomie

Ablufttechnik für Profiküchen

Airboxen und Abluftboxen für Gastronomie

Eine Airbox bewegt die von der Dunstabzugshaube erfasste Abluft durch das Kanalnetz. In dieser Kategorie finden Sie Modelle von 1.600 bis 9.300 m³/h, mit 230 oder 400 Volt sowie besondere Ausführungen für heisse Küchenabluft. Welche Box passt, hängt nicht nur von der Zahl im Produktnamen ab, sondern von der gesamten Lüftungsanlage.

Airbox Pro 4000 m³/h für heisse Küchenabluft
Airbox Pro 4000 m³/h mit aufklappbarem Gehäuse

Was eine Airbox macht – und was nicht

Die Dunstabzugshaube sitzt über oder neben den Kochgeräten und fängt Dampf, Wärme und fetthaltige Wrasen auf. Die Airbox übernimmt einen anderen Teil der Arbeit: Ihr Ventilator sorgt dafür, dass die erfasste Luft durch Rohre und Bögen bis zum vorgesehenen Austritt gefördert wird. Haube und Airbox sind deshalb keine Alternativen, sondern zwei aufeinander abgestimmte Bestandteile derselben Anlage.

Auch eine leistungsstarke Airbox reinigt die Abluft nicht von selbst. Dafür braucht es passende Fettfilter und, je nach Betrieb und örtlicher Vorgabe, weitere Reinigungsstufen. Ebenso muss genügend Zuluft nachströmen können. Fehlt sie, entstehen Zugluft, Unterdruck und eine Anlage, die trotz grossem Ventilator nicht richtig arbeitet.

LuftmengeDer Volumenstrom in m³/h sagt, wie viel Luft die Box pro Stunde bewegen kann.
KanalwiderstandRohre, Bögen, Filter und Auslässe bremsen den Luftstrom und müssen mitberechnet werden.
TemperaturBei Holzkohlegrills oder sehr heisser Abluft braucht es eine dafür ausgewiesene Ausführung.
Stromanschluss230 und 400 Volt sind nicht beliebig austauschbar. Anschluss und Regelung müssen zusammenpassen.

Airbox auswählen: Diese Fragen bringen Sie weiter

1. Welche Geräte stehen unter der Haube?

Eine kleine Kochzeile erzeugt eine andere Abluftmenge als eine lange Linie mit Fritteuse, Grill und Kochkesseln. Entscheidend sind Wärme- und Feuchtelast, die Art der Geräte sowie die Abmessungen und Position der Haube.

2. Wie verläuft der Abluftkanal?

Ein kurzer, gerader Kanal ist leichter zu überwinden als eine lange Leitung mit mehreren Bögen, Filtern und Wetterschutzgitter. Der Ventilator muss am tatsächlichen Betriebspunkt noch genügend Luft fördern. Der freie Volumenstrom allein reicht für die Auslegung nicht.

3. Welche Ablufttemperatur ist zu erwarten?

Für übliche Küchenabluft kommen Standardmodelle infrage. Bei Holzkohlegrills und anderen Anwendungen mit hoher Temperatur sollte eine ausdrücklich geeignete Pro-Ausführung gewählt werden. Die technischen Daten der aufklappbaren Modelle 107000 und 107001 nennen eine zulässige Mediumtemperatur bis 110 °C.

4. Wo wird die Box montiert?

Prüfen Sie den verfügbaren Platz, die Zugänglichkeit für Wartung, die Ausrichtung der Anschlüsse und einen tragfähigen, schwingungsarmen Untergrund. Ein wettergeschütztes oder wetterfest ausgeführtes Gehäuse ersetzt keine sorgfältige Planung von Ablauf, Durchführungen und Schallschutz.

5. Welche Stromversorgung und Regelung sind vorhanden?

Das Sortiment umfasst 230- und 400-Volt-Modelle. Prüfen Sie Spannung, Phasen, Anschlussleistung, Drehzahlregelung und Motorschutz gemeinsam. 230 Volt bedeutet bei einem Gewerbegerät nicht automatisch, dass es ohne Fachanschluss an einer normalen Steckdose betrieben werden darf.

6. Wie gelangt frische Luft in den Raum?

Die abgesaugte Luft muss kontrolliert ersetzt werden. Ohne ein passendes Zuluftkonzept sinkt die Leistung, Türen lassen sich schwerer öffnen und Verbrennungsgeräte können sicherheitsrelevant beeinflusst werden. Zuluft und Abluft gehören daher in dieselbe Planung.

Welche Bauart passt zum Betrieb?

Ausführung Typischer Einsatz Darauf achten
Standard-Airbox 230 V Kleinere und mittlere Küchenabluftanlagen Betriebspunkt, Anschlussleistung, Regler und Motorschutz prüfen
Airbox 400 V Grössere Luftmengen und entsprechend geplante Anlagen Drehstromanschluss und passende Steuerung vorsehen
Pro-Modell bis 110 °C Heisse, fetthaltige Abluft und je nach Modell Holzkohlegrills Temperaturgrenze, Reinigungszugang und Fettablauf beachten
Aufklappbare Pro-Airbox Anlagen mit erhöhtem Wartungs- und Reinigungsbedarf Genügend Platz zum Öffnen und für den Service freihalten

Modelle und Grössen im direkten Vergleich

Die folgende Übersicht hilft bei der ersten Orientierung. Sie ersetzt keine Luftmengen- und Druckverlustberechnung. Gerade bei langen Kanälen kann eine grössere Box nötig sein, obwohl die Nennluftmenge auf den ersten Blick ausreichend wirkt.

Modell Volumenstrom Spannung Leistung Masse B × T × H Besonderheit
Airbox 1600 1.600 m³/h 230 V 120 W 500 × 500 × 500 mm Kompakte Standardausführung
Airbox 2800 2.800 m³/h 230 V 420 W 600 × 600 × 600 mm Drehzahl regelbar
Airbox 3500 3.500 m³/h 230 V 550 W 600 × 600 × 600 mm Drehzahl regelbar
Airbox Pro 2500 2.500 m³/h 230 V 550 W 600 × 590 × 723 mm Aufklappbar, bis 110 °C
Airbox Pro 4000, aufklappbar 4.000 m³/h 230 V 250 W 820 × 870 × 913 mm Fettablauf, bis 110 °C
Airbox Pro 4000, 400 V 4.000 m³/h 400 V 420 W 560 × 560 × 560 mm Kompakte Pro-Ausführung
Airbox Pro 6000 6.000 m³/h 230 V 650 W 700 × 700 × 700 mm Bis 110 °C
Airbox Pro 8000 8.000 m³/h 400 V 1 kW 700 × 700 × 700 mm Bis 110 °C
Airbox 9300 9.300 m³/h 400 V 3,30 kW 900 × 900 × 900 mm Hoher Volumenstrom

Produktdaten laut den verlinkten Artikelseiten. Für Bestellung und Planung bitte die aktuelle Artikelseite, Anschlusszeichnung und vollständige Dokumentation heranziehen.

Volumenstrom verständlich erklärt

Die Angabe 4.000 m³/h bedeutet vereinfacht, dass die Airbox unter den angegebenen Bedingungen bis zu 4.000 Kubikmeter Luft pro Stunde fördern kann. In einer eingebauten Anlage trifft der Luftstrom jedoch auf Widerstand. Jeder Filter, jeder Bogen und jede Verengung kostet Druck. Deshalb kann eine Box, die frei 4.000 m³/h erreicht, im fertigen Kanalnetz deutlich weniger liefern.

Für eine belastbare Auswahl werden der benötigte Luftvolumenstrom und der Druckverlust des gesamten Systems berechnet. Daraus entsteht der Betriebspunkt. Erst dann lässt sich prüfen, ob der Ventilator dort noch die gewünschte Luftmenge erreicht. Wer nur nach Haubenbreite oder nach dem höchsten m³/h-Wert auswählt, riskiert schlechte Erfassung, unnötigen Lärm oder einen zu hohen Strombedarf.

Praktischer Hinweis: Halten Sie für eine Beratung Haubentyp und -masse, Kochgeräte, Kanalquerschnitt, Leitungslänge, Anzahl der Bögen, Filter, Auslass sowie die geplante Zuluft bereit. Damit lässt sich viel gezielter prüfen, welche Airbox infrage kommt.

Holzkohlegrill und hohe Temperaturen

Abluft von Holzkohlegrills stellt höhere Anforderungen an Temperaturbeständigkeit, Brandschutz und Reinigung. Die aufklappbaren Pro-Modelle mit 2.500 und 4.000 m³/h werden auf ihren Produktseiten für diesen Einsatz genannt; die technischen Daten führen eine Mediumtemperatur bis 110 °C auf.

Das allein macht noch keine vollständige Holzkohlegrill-Anlage. Haube, Filter- und Reinigungsstufen, Kanalführung, Fettablauf, Zuluft, Abgasführung und Brandschutz müssen ebenfalls für den Betrieb geeignet sein und mit den örtlichen Stellen abgestimmt werden.

Stromverbrauch realistisch einordnen

Für Airboxen ist in dieser Kategorie keine Energieeffizienzklasse veröffentlicht. Die Anschlussleistung reicht von 120 W beim kompakten Modell bis zu 3,30 kW bei der Airbox mit 9.300 m³/h. Sie zeigt, was der Motor elektrisch aufnehmen kann, ist aber nicht mit dem tatsächlichen Jahresverbrauch gleichzusetzen.

Für die Betriebskosten zählen Laufzeit, Drehzahl, Regelung und der Widerstand der Anlage. Eine passend dimensionierte und bedarfsgerecht geregelte Box ist meist sinnvoller als ein übergrosses Modell, das ständig gegen ungünstige Kanäle arbeitet.

Montage, Anschluss und laufende Pflege

Schwingungen vermeiden

Die Box braucht eine stabile Befestigung. Elastische Verbinder und geeignete Schwingungsdämpfer helfen, Körperschall nicht auf Gebäude und Kanalnetz zu übertragen.

Elektrisch korrekt anschliessen

Spannung, Regelgerät, Drehrichtung und Motorschutz müssen nach Schaltplan angeschlossen werden. Den Thermokontakt darf man nicht ungenutzt lassen, wenn die Dokumentation seine Einbindung verlangt.

Servicezugang freihalten

Ventilator, Revisionsöffnung und Fettablauf müssen erreichbar bleiben. Planen Sie nicht nur den Einbauplatz, sondern auch den Raum ein, den ein Techniker später zum Öffnen und Reinigen braucht.

Wie oft gereinigt werden muss, hängt stark von Kochbetrieb und Fettanfall ab. Kontrollieren Sie Filter, Innenraum, Laufrad, Ablauf und Kanal regelmässig. Fettablagerungen verschlechtern die Leistung, bringen Unwucht in den Ventilator und erhöhen das Brandrisiko. Elektrische Arbeiten und die Inbetriebnahme gehören in die Hände einer dafür qualifizierten Fachperson.

Konkrete Airboxen aus dem Sortiment

Gastrogeräte24 Schweiz

Technik auswählen, die zur Anlage passt

Eine Airbox kauft man selten sinnvoll nach einer einzigen Zahl. Vergleichen Sie technische Daten, Bauform und Anschlüsse und beziehen Sie für die verbindliche Auslegung eine Lüftungsfachperson ein. Bei Fragen zu einem konkreten Artikel hilft Ihnen Gastrogeräte24 mit den verfügbaren Produktinformationen weiter.

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Passende Bereiche für Ihre Lüftungsanlage

Airbox für Ihr Projekt finden

Vergleichen Sie Luftmenge, Spannung, Gehäusemass und Temperaturbereich. Wenn der Betriebspunkt bereits berechnet ist, können Sie die passenden Modelle deutlich schneller eingrenzen.

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Häufige Fragen zu Airboxen

Was ist eine Airbox in der Gastronomie?

Eine Airbox ist ein gekapselter Ventilator für die Abluftanlage. Sie fördert die von der Haube erfasste Küchenabluft durch das Kanalnetz. Das gedämmte Gehäuse kann Geräusche mindern und schützt die Technik, ersetzt aber weder Dunstabzugshaube noch Fettfilter.

Ersetzt eine Airbox die Dunstabzugshaube?

Nein. Die Haube erfasst Kochdunst und Fett möglichst nah an der Entstehungsstelle. Die Airbox erzeugt den nötigen Luftstrom im Kanal. Beide Bauteile müssen zusammen mit Filtern, Zuluft und Rohrnetz geplant werden.

Wie viel m³/h braucht meine Airbox?

Das hängt von Kochgeräten, Haubengrösse, Wärme- und Feuchtelast sowie dem Kanalnetz ab. Die nötige Luftmenge und der Druckverlust sollten berechnet werden. Eine Auswahl allein nach Raumgrösse oder Haubenbreite ist für eine Profiküche meist zu ungenau.

Warum ist der Druckverlust wichtig?

Filter, Bögen, lange Leitungen und Auslässe bremsen die Luft. Je höher dieser Widerstand ist, desto weniger Volumenstrom erreicht ein Ventilator in der fertigen Anlage. Darum muss die Airbox am berechneten Betriebspunkt betrachtet werden.

Soll ich eine Airbox mit 230 oder 400 Volt wählen?

Die Spannung muss zur vorhandenen Elektroinstallation, Motorleistung und vorgesehenen Regelung passen. Grössere Modelle arbeiten häufig mit 400 Volt, doch auch leistungsstarke 230-Volt-Ausführungen sind erhältlich. Der Anschluss sollte anhand der technischen Unterlagen von einer Elektrofachperson geplant werden.

Welche Airbox eignet sich für einen Holzkohlegrill?

Dafür kommt nur eine ausdrücklich für heisse und fetthaltige Abluft geeignete Ausführung infrage. Die aufklappbaren Pro-Modelle mit 2.500 und 4.000 m³/h werden auf den Produktseiten für Holzkohlegrills genannt. Die komplette Anlage muss zusätzlich hinsichtlich Reinigung, Abgasweg und Brandschutz geprüft werden.

Kann man die Drehzahl einer Airbox regeln?

Bei mehreren Modellen ist eine Drehzahlregelung vorgesehen. Das Regelgerät muss elektrisch und technisch zum Motor passen. Eine sinnvolle Regelung hilft, die Luftleistung dem Betrieb anzupassen, darf aber notwendige Mindestluftmengen nicht unterschreiten.

Ist eine schallgedämmte Airbox leise?

Das gedämmte Gehäuse reduziert die Geräuschabstrahlung, garantiert aber keine lautlose Anlage. Drehzahl, Luftgeschwindigkeit, Kanalführung, Befestigung und Schwingungsübertragung beeinflussen den Geräuschpegel ebenfalls. Bei sensibler Umgebung sollte der Schallschutz mitgeplant werden.

Braucht eine Airbox einen Thermokontakt?

Viele der angebotenen Motoren besitzen einen Thermokontakt zum Schutz vor Überhitzung. Er muss entsprechend Schaltplan in die Steuerung eingebunden werden. Wird der Motorschutz nicht korrekt angeschlossen, kann der Herstellerhinweis zufolge die Garantie beeinträchtigt sein.

Wie oft muss eine Airbox gereinigt werden?

Ein fester Zeitraum passt nicht zu jedem Betrieb. Grill, Fritteuse und lange Öffnungszeiten führen schneller zu Fettablagerungen als eine leichte Kochanwendung. Filter, Gehäuse, Laufrad, Fettablauf und Kanal sollten in einem zum Betrieb passenden Wartungsplan kontrolliert werden.

Kann eine Airbox im Freien montiert werden?

Mehrere Modelle besitzen ein wetterfest beschriebenes Gehäuse. Trotzdem müssen Montageort, Niederschlag, Kondensat, Leitungsdurchführungen, Ablauf und Wartungszugang fachgerecht geplant werden. Die konkrete Einbausituation ist mit der Produktdokumentation abzugleichen.

Hat eine Airbox eine Energieeffizienzklasse?

Für die Modelle dieser Kategorie ist keine Energieeffizienzklasse veröffentlicht. Als Vergleichswert ist die Anschlussleistung angegeben. Für den tatsächlichen Verbrauch sind zusätzlich Laufzeit, Drehzahl, Regelung und der Widerstand des Kanalnetzes wichtig.